Pflegedienste in privater Trägerschaft kämpfen im Markt mit vielen Nachteilen gegenüber denen in gemeinnütziger oder kirchlicher Trägerschaft: Sie haben schlechtere steuerliche Rahmenbedingungen, werden bei Unfallversicherung, Rundfunkbeiträgen, Kfz-Steuer und Gebühren benachteiligt, erhalten weder Spenden noch Fördermittel aus Glücksspielen und haben sich an andere arbeitsrechtliche Bestimmungen zu halten als kirchliche Träger.

 

Zu wenig Fachkräfte & Kostenträger lassen sich Zeit

Hinzu kommen die branchentypischen Probleme bei der Arbeitnehmergewinnung. Zu vielen freien Stellen stehen viel zu wenige Arbeitskräfte gegenüber: Mehr als 25.000 offene Stellen gab es 2017. Auf 100 Vakanzen kommen beispielsweise in Rheinland-Pfalz und in Sachsen lediglich 13 arbeitslose Fachkräfte. Die von der Bundesregierung versprochenen 8.000 neue Fachkräfte und die bessere Bezahlung werden das Problem nicht lösen.

 

Ist die Leistung erbracht, taucht das nächste Problem bei den Pflegediensten auf: die Bezahlung. Für Leistungen der ambulanten Pflege lassen sich die Kostenträger gerne Zahlungsziele von vier bis sechs Wochen einräumen. Hinzu kommt: Nicht selten überziehen die Krankenkassen auch noch diese langen Fristen. Ohne Liquiditätsplanung tappen besonders ambulante Pflegedienste immer wieder in diese Liquiditätsfalle.

 

Der Umsatz von zwei Monaten fehlt auf dem Konto

Denn bei Zahlungszielen von sechs Wochen und einer in Deutschland durchaus üblichen Überziehungsdauer von zehn Werktagen fehlt praktisch dauerhaft der Umsatz von zwei Monaten auf dem Konto der Pflegedienste. Aber: Gehälter, Leasingraten, Mieten und andere laufende Kosten müssen pünktlich gezahlt werden – unabhängig vom Geldeingang.

 

Wenn mehr als 15 Prozent des Jahresumsatzes permanent auf dem Konto fehlen, müssen auf der anderen Seite die Kosten entweder aus Eigenkapital, aus Kontokorrentlinien oder einem Betriebsmittelkredit finanziert werden. Das kostet – entweder weiteres Geld für Zinsen oder bei einer geringen Eigenkapitalquote Punkte beim Bankenrating, was sich wiederum auf die Kosten der Kredite auswirkt.

 

Factoring löst die Liquiditätsprobleme

Factoring bietet hier einen sinnvollen Ausweg für Pflegedienste – werden doch mit Factoring aus offenen Rechnungen auf einen Schlag liquide Mittel. Denn beim Factoring verkauft der Pflegedienst seine werthaltigen Rechnungen an die Germania Factoring AG und erhält umgehend bis zu 90 Prozent des Rechnungsbetrags überwiesen. Den Restbetrag, den sogenannten Sicherungseinbehalt, zahlt die Germania Factoring AG nach Geldeingang.

 

Da die Finanzprofis auch das Mahnwesen übernehmen, entfallen für die Pflegedienste die oft nervigen Gespräche mit den Kostenträgern. Und als weitere Sicherheit sind die angekauften Rechnungen auch noch gegen Ausfall versichert. Das Geld für einmal verkaufte Rechnungen kommt also in jedem Fall – und das zu Kosten im Skontobereich. Ein unverbindliches Gespräch über die Vorteile des Factorings dürfte sich somit für jeden Pflegedienst lohnen.

 

Video zum Factoring für private Pflegedienste