Der internationale Absatz der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer schwächelt: Mit Russland und China bremsen zwei ‚Schwergewichte‘ den Markt. Aber: „Das Hauptgeschäft machen wir weiterhin in Deutschland und Europa“, sagte VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers dem Handelsblatt. Hierzulande schaut der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer optimistisch in die Zukunft: Das Geschäft sollte an Fahrt gewinnen.

Voraussetzungen sind jedoch ein moderner Maschinenpark, ein leistungsfähiges Datenmanagement und hoch qualifizierte Mitarbeiter. All das kostet Geld, das nur langsam aus dem laufenden Geschäft generiert werden kann. Investitionskredite und Leasing sind daher die erste Wahl der mittelständischen Maschinen- und Anlagenbauer. Schnelle Effekte zur Steigerung der Liquidität und zum Verbessern der Eigenkapitalquote bietet ein weiteres Instrument der Unternehmensfinanzierung: das Factoring.

10 Prozent des Jahresumsatzes sofort auf dem Konto

Mit Umsatzfactoring lassen sich im Regelfall rund zehn Prozent des Jahresumsatzes in verfügbares Kapital umwandeln: Hat der Maschinenbauer mit seinen Kunden ein Zahlungsziel von 30 Tagen vereinbart, betragen die offenen Forderungen rein rechnerisch ein Zwölftel des Jahresumsatzes. Durch Feiertage, Urlaub und Zahlungsverzug werden daraus schnell zehn Prozent des Gesamtumsatzes. Diesen Betrag finanzieren die meisten Unternehmen über ihre Kontokorrentlinie bei ihrer Hausbank.

Mit Factoring sind zwar weiterhin diese Zinsen zu entrichten – diesmal an den Factorer – bis zu 90 Prozent des Rechnungsbetrags stehen jedoch sofort zur Verfügung. Damit lassen sich Skonti beim Einkauf erzielen oder die Eigenkapitalquote verbessern. Letzteres verbessert das Rating und führt zu günstigeren Konditionen beim nächsten Investitionskredit für Maschinen und Gebäude. Die verbleibende Summe erhält der Unternehmer nach Zahlungseingang beim Factorer – abzüglich der vereinbarten Factoringgebühr und Zinsen.

 

Das Geld für die Ware kommt immer

Ein weiterer Vorteil des Einsatzes von Factoring im Maschinenbau liegt in der Warenkreditversicherung: Ist der Rahmenvertrag mit der Germania Factoring AG unterschrieben, schickt der Unternehmer seine werthaltige Rechnung einfach an das Finanzinstitut und erhält sein Geld – und das dank der Warenkreditversicherung in jedem Fall.

Zudem kümmern sich die Mitarbeiter der Aktiengesellschaft um das Forderungsmanagement. Lästiges Nachtelefonieren und Anmahnen der Zahlungen gibt es für die Kunden der Germania Factoring nicht. Natürlich halten sich die Germania-Mitarbeiter dabei an die vorher getroffenen Absprachen mit ihren Kunden. So kann sich der Unternehmer auf sein Kerngeschäft konzentrieren, während sich der Finanzdienstleister um die Bezahlung von Anlagen und Maschinen kümmert.