Rund 80 Prozent der Fahrzeugteile für einen Pkw werden von zumeist mittelständischen Zulieferern entwickelt und produziert. Bei der kontinuierlichen Versorgung der rund 50 Millionen Kraftfahrzeuge in Deutschland mit Ersatzteilen spielt der Kfz-Teilegroßhandel eine entscheidende Rolle.

Der Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) rechnet mit einem Teilevolumen in Deutschland von 26 Milliarden Euro jährlich. Der Autoteile-Großhandel versorgt für diese Summe die 21.500 freien Werkstätten und mehr als 2.500 Unternehmen im Kfz-Teile-Einzelhandel.

 

Harter Markt mit vielen Chancen und Risiken

Konzentration und Verdrängung prägen seit Jahren den Kfz-Teilemarkt. In der Folge verändern sich Lieferbeziehungen teils dramatisch. „Die strikte Trennung zwischen dem überregional tätigen Vollsortimenter, der direkt vom Teilehersteller bezieht, und dem Sortimentsgroßhandel in der Region, der seinerseits die Feinverteilung in Richtung Werkstatt oder lokalem Groß- und Einzelhandel sicherstellt, ist heute weitgehend aufgehoben“, heißt es vom GVA. Kooperationen und Zusammenschlüsse im Großhandel sind die Folge.

 

Liquiditätsengpässe mit Factoring verhindern

In dieser Situation sollte die „Kriegskasse“ im Autoteile-Großhandel stets gefüllt sein, um schnell auf geänderte Marktbedingungen und auf sich bietende Chancen reagieren zu können. Dem entgegen stehen lange Zahlungsziele und eine hohe Kapitalbindung im Großhandel von Kfz-Teilen

 

Kontinuierlich Liquidität und in der Folge eine höhere Eigenkapitalquote lässt sich durch den Einsatz von Factoring generieren. Denn Factoring macht aus offenen Rechnungen quasi über Nacht Liquidität. Die steht für unternehmerische Aktivitäten ebenso zur Verfügung wie für das Erzielen von Einkaufsvorteilen oder Investitionen in Unternehmenswachstum.

 

Wie funktioniert das Factoring?

Nach Abschluss eines Factoring-Rahmenvertrags mit der Germania Factoring AG kauft sie alle vertraglich vereinbarten Rechnungen an und zahlt umgehend – spätestens nach 48 Stunden – bis zu 90 Prozent der Forderungssumme aus. Den restlichen „Sicherungseinbehalt“ gibt es nach Zahlungseingang von der Kfz-Werkstatt oder dem Einzelhändler.

 

Liquiditäts-Vorteile – auf einen Schlag alle Rechnungen bezahlt

Der Kapitalisierungseffekt ist zu Beginn der Vertragslaufzeit naturgemäß am höchsten – gehen doch auf einen Schlag Zahlungen für alle offenen Rechnungen auf dem Konto ein. Das können schnell zehn und mehr Prozent des Jahresumsatzes sein – je nach vereinbarten Zahlungszielen und Forderungslaufzeiten.

Im laufenden Geschäft ist ein kontinuierlicher Liquiditätszufluss gewährleistet, der sich besonders in Wachstumsphasen positiv auf die Kapitalausstattung des Autoteile-Großhandels auswirkt. Die verfügbaren liquiden Mittel lassen sich im Betrieb vielfältig einsetzen; von der Verbesserung der Eigenkapitalquote über Investitionen bis hin zur Realisation von Einkaufsvorteilen.

 

Voller Service im Factoring

Die Kosten für das Full-Service-Factoring liegen im Skontobereich und lassen sich oftmals bereits durch Einkaufsvorteile kompensieren. In diesen Kosten enthalten sind zusätzliche Leistungen: Zum einen die Sicherheit, dass angekaufte Rechnungen immer bezahlt werden, zum anderen die Dienstleistung des Debitorenmanagement, also des Mahnwesens in Absprache mit dem Autoteile-Großhandel.

 

Video zum Factoring für den Autoteile-Großhandel