Lange Zahlungsziele sind die Last eines jeden Automobilzulieferers, denn die internationalen Konzerne bestimmen die Lieferkonditionen und Zahlungsmodalitäten. Lange Entwicklungs- und Projektlaufzeiten sowie die immer wieder auftretenden Absatzschwierigkeiten bei bestimmten Fahrzeug- oder Motorentypen erschweren die Liquiditätslage: E-Mobilität, autonomes Fahren und die Dieselkrise bilden hier typische Beispiele.

 

Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) im Kraftfahrzeugbau sind die in der Branche oftmals üblichen Zahlungsziele von 60 Tagen netto und mehr echte „Liquiditätskiller“.

 

Hohe Außenstände führen schnell in die Insolvenz

Automobil-Zulieferunternehmen, die ein Netto-Zahlungsziel von 60 Tagen – also zwei Monaten – mit dem Konzern vereinbaren müssen, haben Außenstände in Höhe von einem Sechstel ihres Jahresumsatzes. Einem Kleinunternehmen mit 3 Mio. Euro Jahresumsatz fehlen damit permanent 500.000 Euro in der Kasse. Eine halbe Million. Dieses Geld fehlt für den Wareneinkauf, für Löhne und Gehälter oder für Investitionen.

 

Die hohen Außenstände führen auch schnell mal in die Insolvenz. Wer dieses Kapital über die Kontokorrentlinie zwischenfinanziert, zahlt die marktüblichen Zinsen. Wer es aus dem laufenden Geschäft heraus finanziert, dem fehlt Eigenkapital in der Bilanz, was sich wiederum auf das Bankenrating auswirkt. Hohe Außenstände haben durchweg negative Auswirkungen auf das Unternehmen – sei es im Kraftfahrzeugbau oder in anderen Bereichen der Produktion von Investitionsgütern.

 

Factoring sorgt für umgehende Bezahlung der Rechnung

Ziel eines jeden Unternehmens ist es daher, die Gesamtsumme der offenen Rechnungen (Offene-Posten-Liste) so gering wie möglich zu halten. Für Kfz-Zulieferer ist dieses Ziel meist unerreichbar – es sei denn, sie setzen auf Factoring! Denn dieses intelligente Instrument der Unternehmensfinanzierung setzt an der Ursache an: den langen Zahlungszielen.

 

Nach Abschluss eines Factoring-Rahmenvertrags verkürzt sich für bis zu 90 Prozent der Forderungssumme das Zahlungsziel auf 48 Stunden oder weniger!

 

Factoring macht aus Außenständen Liquidität

Denn die Germania Factoring AG zahlt umgehend für die angekauften Rechnungen. Den Restbetrag der offenen Forderung gibt es nach Zahlungseingang abzüglich der vereinbarten Factoringgebühr. Damit werden aus den oben genannten 500.000 Euro Außenständen auf einen Schlag 450.000 Euro frei verfügbare Liquidität – sowie den Restbetrag abzüglich der Gebühr als offene Forderungen.

 

Factoring sorgt für Flexibilität

Damit verkürzt sich die Bilanz deutlich, die Eigenkapitalquote steigt und mit ihr beispielsweise der Score beim Bankenrating. Alternativ kann das Kapital für das Tilgen von Krediten eingesetzt werden, für neue Investitionen sowie als Anschubfinanzierung zum Aufbau neuer Geschäftsfelder oder für weiteres Wachstum.

 

Letzteres fällt mit dem kontinuierlichen Forderungsankauf durch Factoring auch deutlich leichter, weil gerade gestellte Rechnungen sofort bezahlt werden und damit das für die Produktion eingesetzte Kapital umgehend wieder zur Verfügung steht. Die Germania Factoring sorgt somit für Flexibilität und schafft unternehmerischen Freiraum – auch für Zulieferer im Kraftfahrzeugbau.